Eine Hand voll Erde

Letztes Wochende war ich im Rahmen einer Weiterbildung im Wald unterwegs. Mit einer Becherlupe und einem selbstgebastelten Instektenstaubsauger (aus einer Filmdose, zwei Stücken Schlauch und einem Stück Feinstumpfhose) ging es auf Insektenfang. Nicht um uns zu ekeln, sondern um zu beobachten und zu verstehen, gingen wir ans Werk. Wir sammelten Hundertfüßer und Asseln, kleine und große Käfer sowie Spinnen. Wir bedichteten sie und spielten sie nach und brachten sie am Ende an den Platz zurück, von dem wir sie entführt hatten. Was sich anfangs albern anfühlte, entpuppte sich als eine wunderbare Art des Lernens und brachte gleichzeitig das Gefühl einer tiefen Verbundenheit zu Allem, was lebt.

In einer Hand voll Erde wohnen und arbeiten mancherorts mehr Kleinstlebewesen als es Menschen auf diesem Planeten gibt. Ihnen verdanken wir unser Leben. Es stünde uns also besser, statt Zerstörer Forscher zu sein – demütig und auf der Suche nach Erkenntnis. Wir stehen am Ende der Nahrungskette und sind auf das Funktionieren des komplexen Ökosystems angewiesen. Fangen wir an, es zu respektieren und zu schützen!

In den letzten Tagen im Garten habe ich also alle Bodentiere persönlich gegrüßt und ihnen im Herzen für ihre wundervolle Hilfe gedankt. All das Obst und Gemüse, die Blumenblüten, Kräuter und Wildkräuter – diese reiche Fülle hätte ich ohne die kleinen Geister nicht ernten können.

Haben da Chemikalien noch Platz?

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Das Seelenlied

Leise singt sie immer wieder

unsere bunten Lebenslieder.

Diese zarte, warme Seele,

die sich wünscht, dass uns nichts fehle.

Singt von Ruhe und von Kraft,

singt, was nur die Liebe schafft,

singt von Freude und von Glück,

bringt den Frieden uns zurück –

wenn wir lauschen, wenn wir werden

wieder Gottes Kind auf Erden.

Unser Lied ist voller Leben,

wenn wir kleine Schätze heben,

die uns still und staunend machen.

Kommt von innen dann das Lachen.

Neues Leben wächst im Herzen,

endlich gehen alte Schmerzen.

Und so ist es an der  Zeit!

Unsere Seele macht sich b(e)reit.

Ms Lmau

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regional-saisonal

Sich regional zu ernähren ist heutzutage schon ein kleines Kunststück. Warum also nicht noch eins draufsetzen und auch auf saisonales Obst und Gemüse achten. Eine schöne Grundlage dafür sind saisonale Obst– und Gemüse-Kalender. Freude macht auch die Karte auf mundraub.org, die zahlreiche Fundstellen von Früchten unserer Kulturlandschaft im öffentlichen Raum dokumentiert.

Klingt aufwendig? Ist es auch, aber es macht Spaß und hält lebendig. Du bist, was du isst.

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Plastikplanet

Plastik scheint aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Der Plastikzyklus, in den wir alle eingebunden sind, ist mit vielen Annehmlichkeiten verbunden. Was wäre die Fußball-EM ohne Plastik? Selbst der Ball ist nicht mehr aus Leder, sondern aus ganz speziellen Kunststoffen, die für einen besseren Drall sorgen. Plastik ist ein hochflexibles Material und kann die Grundlage für so ziemlich alles sein. Und gleichzeitig ist Plastik der Fluch unserer Zeit… Wir ersticken buchstäblich an Plastik. Schon jetzt können wir unseren Erdball mit der bestehenden Menge an Plastik sechsmal umschließen. Der Film Plastic Planet zeigt eindrucksvoll, dass unser gesamtes Ökosystem daran schlimmen Schaden nimmt – auch wir Menschen. Denn für uns ist Plastik zum indirekten Nahrungszusatz geworden. Über unser Essen und Trinken und über die Haut nehmen wir Plastik in unseren Körper auf. Bisphenol A zum Beispiel, eine der verbreitetesten Industriechemikalien, ist in den meisten Plastikverpackungen enthalten. Es wird leicht freigesetzt und kann Zellsterben verursachen und unseren Hormonhaushalt verändern. Und obwohl mittlerweile bewiesen ist, wie sehr es unserer Gesundheit schadet, wird es weiterhin verwendet. Da ist es nicht besonders tröstlich, dass Plastik schlappe 200 Jahre braucht, um zu verrotten und wir so lange mit den giftigen Substanzen in Berührung kommen.

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Gesundes Grünzeug

Schimpansen – zu 99% genetisch identisch mit dem Menschen – ernähren sich zu ca. 40% von grünen Blättern. Warum? Weil grüne Blätter außerordentlich reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Ein Blatt Löwenzahn hat zum Beispiel mehr Vitamin C als ein Apfel und das Grün der Roten Beete enthält mehr Vitamine und Mineralstoffe als die ohnehin schon so gesunde Knolle. Wir Menschen ernähren uns kaum von grünen Blättern – ob Blattsalate, grüne Kohlsorten oder Kräuter. Das lässt sich aber leicht ändern, zum Beispiel mit Grünen Smoothies. 60% frisches Obst und 40% Grünzeug ergeben mit etwas Wasser und einem Löffel Mandelmus eine leckere Köstlichkeit – selbst für Kinder. In unsere morgendliche „Grüne Banane“ kommen zurzeit auch die jungen Blätter von Löwenzahn, Brennnessel und Giersch aus unserem Garten. So werden die bisher lästigen Unkräuter zu nahrhaften Wildkräutern.

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Grünes Web

Schon lange bin ich ein großer Fan von Ecosia – der grünen Suchmaschine. Nun endlich kann ich auch all die großen Mail-Anbieter hinter mir lassen. Denn dank der Empfehlung einer Bekannten habe ich meine neue Mailadresse jetzt bei Posteo – einem kleinen Berliner Unternehmen, das für einen Euro im Monat ein werbefreies und benutzerfreundliches Postfach bietet. Den Euro zahle ich gern, denn Datenschutz und Nachhaltigkeit werden hier nicht nur groß geschrieben, sondern ernst genommen.

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Die Welt in DIN A4

Seit sieben Monaten blogge ich mich nun durch ein herrliches Elternzeitdasein. Verrückt, was sich seitdem in mir bewegt hat und gewachsen ist, was Klarheit gewonnen und sich in eine Richtung verdichtet hat.

Nun aber steht der Sommer vor der Tür und ich sitze immer weniger an meinen Rechner. Es zieht mich in den Garten und in den Wald, an den See und auf die Wiese. Warum sollte ich meinen Blick – in meinem vielleicht letzten arbeitsfreien Sommer – auf den Bildschirm richten, wenn draußen alles Leben in der Natur nur so wimmelt.

Eine gute Gelegenheit für mich, still zu werden. Und da ich nun weiß, dass die Welt sowieso nicht in DIN A4-Seiten einzufangen ist, kann ich es ab jetzt auch einfach kurz halten…

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