Eine Hand voll Erde

Letztes Wochende war ich im Rahmen einer Weiterbildung im Wald unterwegs. Mit einer Becherlupe und einem selbstgebastelten Instektenstaubsauger (aus einer Filmdose, zwei Stücken Schlauch und einem Stück Feinstumpfhose) ging es auf Insektenfang. Nicht um uns zu ekeln, sondern um zu beobachten und zu verstehen, gingen wir ans Werk. Wir sammelten Hundertfüßer und Asseln, kleine und große Käfer sowie Spinnen. Wir bedichteten sie und spielten sie nach und brachten sie am Ende an den Platz zurück, von dem wir sie entführt hatten. Was sich anfangs albern anfühlte, entpuppte sich als eine wunderbare Art des Lernens und brachte gleichzeitig das Gefühl einer tiefen Verbundenheit zu Allem, was lebt.

In einer Hand voll Erde wohnen und arbeiten mancherorts mehr Kleinstlebewesen als es Menschen auf diesem Planeten gibt. Ihnen verdanken wir unser Leben. Es stünde uns also besser, statt Zerstörer Forscher zu sein – demütig und auf der Suche nach Erkenntnis. Wir stehen am Ende der Nahrungskette und sind auf das Funktionieren des komplexen Ökosystems angewiesen. Fangen wir an, es zu respektieren und zu schützen!

In den letzten Tagen im Garten habe ich also alle Bodentiere persönlich gegrüßt und ihnen im Herzen für ihre wundervolle Hilfe gedankt. All das Obst und Gemüse, die Blumenblüten, Kräuter und Wildkräuter – diese reiche Fülle hätte ich ohne die kleinen Geister nicht ernten können.

Haben da Chemikalien noch Platz?

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