Nachtrag

Die Folgen unseres Fleischkonsums haben mich schon zu Beginn dieses Blogs beschäftigt und so will ich am Ende darauf zurück kommen.

Diese kurze, bewegende Rede bringt die verschiedenen Aspekte auf den Punkt und verdient, gehört zu werden: http://www.youtube.com/watch?annotation_id=annotation_895836&feature=iv&src_vid=RydhIYaNQKw&v=VmWB-wPAppg

PS: Ich habe zwar nicht vor Vegetarier zu werden, aber mir Qualität und Quantität meines Fleischkonsum auf der Zunge zergehen zu lassen, ist wohl das Mindeste.

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Abschied

Fast vier Jahre Elternzeit liegen nun hinter mir – was für eine Auszeit. Es war die wohl bisher beste Zeit meines Lebens. Nie habe ich soviel Ruhe und Freiheit gefunden. Nie soviel Zufriedenheit im Augenblick und tiefes Glück, nie soviel Dankbarkeit und Demut. Kinder sind ein Geschenk des Himmels. Und für mich war das die Elternzeit auch.

Es ist im Grunde genommen eine stressfreie Zeit. Kein Termin, den man nicht verschieben könnte. Keine Verpflichtung, die nicht ausfallen dürfte. Mit Kindern kann man zu spät kommen und zu früh gehen. Dinge, die bisher nichtig und klein schienen, werden mit Kindern wichtig. Beim Aufwachen wärmen Kinderseelen das Gemüt, am Tage färben sie das Grau in kunterbunte Zaubereien und am Abend geben sie dem Geschehenen einen Sinn. Kinder schenken Augenblicke mit allen Sinnen und sie sind eine wunderbare Einladung zu Ruhe, Frieden und Liebe. Wenn wir Kindern folgen, führen sie uns in unsere Mitte – wir schöpfen Kraft und finden unsere eigene Freiheit.

Wie wäre es wohl, von diesen kindlichen Kostbarkeiten auch im Berufsleben zu zehren? Ab Januar habe ich die Möglichkeit, es herausfinden!

Und so sende ich Euch veilchenblaue Abschiedsgrüße und danke Euch von Herzen für Eure Kommentare, Rückmeldungen und Inspirationen! Ich wünsche Euch gesegnete Weihnachten und ein gutes neues Jahr voll zauberhafter Augenblicke!

Ich verbleibe kunterbunt statt grau, Eure Ms Lmau

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Obama mit Bio-Siegel

Was haben die Diskussionen um Obama und den Wert von Bio-Lebensmitteln gemein?  Wer alternative Wege geht, macht sich verwundbar und gerät schnell unter Beschuss! *

Das Verfehlen guter Vorsätze scheint uns Menschen mehr aufzuregen als die nackte Realität. Beispiele von Obamas missglückter Präsidentschaft reihen sich in der Presse ebenso aneinander wie die aufgedeckten Bio-Lügen. Wir haben uns scheinbar daran gewöhnt, dass konventionelle Landwirtschaft mit vergifteten Böden und Grundwasser, der Ausrottung der Artenvielfalt, erhöhten Krebsraten und Tierquälerei einhergeht. Was aber für ein Aufschrei, wenn auch mal im Biolandbau ethische Prinzipien missachtet werden. Wir verurteilen lautstark, dass es Obama nicht gelang, die Demokratie aus den Klauen der korrupten Lobbypolitik zu befreien, nehmen aber wortkarg hin, dass die herbeigewählten Maßnahmen des Präsidenten von den Republikanern in den letzten vier Jahren systematisch torpediert wurden.

Den Zynikern geht es nicht um eine kritische Reflexion von Obamas Erneuerungspolitik oder den hausgemachten Problemen der Bio-Szene; sie bleiben lieber bequem. Denn wer nicht wagt, für seine Ideale zu kämpfen, muss sich keinen ungemütlichen Fragen stellen.

Obama geht in die zweite Runde! Wagen auch wir, für unsere Ideale einzustehen?

Yes, we can!

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Tausch dich glücklich!

Das Märchen vom leeren Kleiderschrank hat endlich ein gutes Ende, denn Kleidertauschparties – ob in der eigenen Stadt oder im www – sind der neueste Schrei. Teilen und Tauschen ist längst nicht mehr nur was für Alt-Hippies und chronisch blanke Studenten. Es ist eine rasant wachsende Bewegung, die sich durch alle Bildungsschichten und Altersgruppen zieht. Es geht um Umweltschutz, der Spaß macht und das Gefühl von Gemeinschaft zurückbringt. Millionen von Menschen aus allen Teilen der Welt nehmen bereits am neuen Konsumstil teil. Sie haben keine Lust mehr auf eine Jeans, die 64.000 Kilometer über mehrere Kontinente gereist ist und auf ein Baumwoll-T-Shirt, dessen Produktion 2.500 Liter Wasser geschluckt hat. Der Ansatz „Tauschen statt Kaufen“ ist ein Gegenmodell zur Wegwerfgesellschaft und wurde vom Time Magazine zu einer der „10 Ideen, die die Welt verändern werden“ erklärt.

Ob Klamottentausch oder Carsharing, ob gemeinschaftliches Gärtnern oder Haustauschferien – die Idee des gemeinschaftlichen Konsums wächst und macht glücklich.

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Draußen im Walde

Die Begegnung mit der Natur ist eine Wohltat für all unsere Sinne und Balsam für unsere Seele – dennoch ist sie für viele von uns fremd und bedeutungslos geworden. Wir tauschen unseren natürlichen Lebensraum gegen künstlich geschaffene Räume. Wir tauschen frische Luft gegen Alltagsmief. Wir vergessen die unendlich vielen kleinen und großen Wunder der Schöpfung und stressen uns mit Nichtigkeiten.

Letzte Woche durfte ich im Naturschutzzentrum Ökowerk e.V. mitarbeiten. Auf einem fast drei Hektar großen naturnah gestalteten Gelände mitten im Grunewald am Ufer des Teufelssees und umgeben von Naturschutzgebieten gibt es für Groß und Klein jede Menge zu entdecken – ob Teichlandschaft, Streuobstwiese, Biogarten, Gift- und Heilpflanzenbeete, Steingarten, Trockenhänge, Barfußgarten, Lehmbackofen oder Solarkocher.

Hier ist ein Ort, an dem Kinder und Erwachsene sich entschleunigen und entreizen können. Hier werden wir eingeladen, wieder eins zu werden mit dem, was uns umgibt und uns Leben schenkt. Wenn wir staunen und genau hinsehen und hinhören, wenn wir Natur fühlen, riechen und schmecken, dann leben wir im Augenblick und es mangelt uns an nichts.

Eins werden mit der Natur, sie kennen und lieben lernen, sie schützen – eigentlich die natürlichste Sache der Welt.

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Ich liebe mich

Was für ein schöner Tag! Ein Brief von meinem Mann, gepflückte Blumen aus den Händen meiner Kinder und die Worte von Charlie Chaplin aus seiner Rede zu seinem 70. Geburtstag:

Selbstliebe

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich verstanden, dass ich immer und bei jeder Gelegenheit zur richtigen Zeit am richtigen Ort bin und dass alles, was geschieht, richtig ist – von da an konnte ich ruhig sein. Heute weiß ich: Das nennt man Vertrauen.

Als ich mich selbst zu lieben begann, konnte ich erkennen, dass emotionaler Schmerz und Leid nur Warnungen für mich sind, gegen meine eigene Wahrheit zu leben. Heute weiß ich: Das nennt man authentisch sein.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich nach einem anderen Leben zu sehnen und konnte sehen, dass alles um mich herum eine Aufforderung zum Wachsen war. Heute weiß ich, das nennt man Reife.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, mich meiner freien Zeit zu berauben, und ich habe aufgehört, weiter grandiose Projekte für die Zukunft zu entwerfen.
Heute mache ich nur das, was mir Spaß und Freude macht, was ich liebe und was mein Herz zum Lachen bringt, auf meine eigene Art und Weise und in meinem Tempo.
Heute weiß ich, das nennt man Ehrlichkeit.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich von allem befreit, was nicht gesund für mich war, von Speisen, Menschen, Dingen, Situationen und von Allem, das mich immer wieder hinunterzog, weg von mir selbst. Anfangs nannte ich das „Gesunden Egoismus“,
aber heute weiß ich, das ist Selbstliebe.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich aufgehört, immer recht haben zu wollen,
so habe ich mich weniger geirrt. Heute habe ich erkannt: das nennt man Demut.

Als ich mich selbst zu lieben begann, habe ich mich geweigert, weiter in der Vergangenheit zu leben und mich um meine Zukunft zu sorgen. Jetzt lebe ich nur noch in diesem Augenblick, wo Alles stattfindet, so lebe ich heute jeden Tag und nenne es „Bewusstheit“.

Als ich mich zu lieben begann, da erkannte ich, dass mich mein Denken armselig und krank machen kann. Als ich jedoch meine Herzenskräfte anforderte, bekam der Verstand einen wichtigen Partner. Diese Verbindung nenne ich heute „Herzensweisheit“.

Wir brauchen uns nicht weiter vor Auseinandersetzungen, Konflikten und Problemen mit uns selbst und anderen fürchten, denn sogar Sterne knallen manchmal aufeinander
und es entstehen neue Welten. Heute weiß ich: Das ist das Leben!

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MONSterANTO

Leider ist die Geschichte von Monsanto kein Märchen über gruselige Monster – sie ist nackte Realität und bedroht unsere Existenz.

Monsantos Erfolgsprodukt Glyphosat ist ein Totalherbizid gegen Unkrau und wird überall eingesetzt – vor allem in der konventionellen Landwirtschaft. Auch kurz vor der Ernte wird dieses Gift auf Pflanzen gespritzt, die uns ernähren. Zwar ist unser Getreide dann tot, aber das Korn an den vertrockneten Stängeln kann so leichter eingebracht werden.

Glyphosat ist allgegenwärtig – auch in uns Menschen. Das Bundesamt für Risikobewertung verweist darauf, dass die gesetzlichen Grenzwerte eingehalten werden. Welchen Wert hat das aber, wenn es in der Praxis gängig ist, Grenzwerte einfach anzuheben, sobald sie nachweislich mehrfach überschritten wurden?

Neueste Untersuchungen von Leipziger Forschern kommen zu dem Ergebnis, dass die gegenwärtig grassierende Rindererkrankung maßgeblich auf Glyphosat zurückzuführen ist. Die Gefahr von Glyphosat für uns Menschen erreicht damit eine völlig neue Dimension.

Bis 2015 wird über Neuzulassung von Glyphosat in der Europäischen Union entschieden.

Statt uns weiter vergiften zu lassen, können wir uns engagieren und bewusst konsumieren. Wir können uns für Umweltschutz und gesunde Lebensmittel einsetzen. Und wir können die Aktion „Allestöter Roundup verbieten“ des Umweltinstituts München e.V. für ein Verbot von glyphosathaltigen Pestiziden mit unserer Unterschrift unterstützen.

Gebieten wir den gruseligen MONSterANTOs Einhalt!

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